Neuer Job, neue Stadt, neues Leben: Die erste Woche in Zürich ist voll mit kleinen und grossen Aufgaben – vom Schlüssel über die Anmeldung bis zum ersten Wocheneinkauf. Dieser Guide führt dich Tag für Tag durch die wichtigsten Schritte, damit du dich von Anfang an zurechtfindest. Er ist aus der Perspektive eines möblierten WG-Zimmers in Zürich geschrieben – vieles gilt aber für jeden Start in der Stadt.
Tag 0 – Ankommen
Die meisten kommen am Hauptbahnhof oder am Flughafen an. Vom Flughafen bist du mit der S-Bahn in rund 10 Minuten im Zentrum; Tickets kaufst du am Automaten (Sprache lässt sich auf Englisch umstellen) oder direkt in der SBB-App – die lohnt sich ab Tag eins.
Wenn du in ein möbliertes WG-Zimmer ziehst, ist der Einzug bewusst einfach gehalten: Die Adresse und alle Details zur Schlüsselübergabe bekommst du vorab, das Zimmer ist bezugsbereit eingerichtet – Bett, Schrank, Schreibtisch – und das WLAN läuft bereits. Koffer abstellen, durchatmen, ankommen.
Tipp für den ersten Abend: Kauf nur das Nötigste und schlaf dich aus. Die Stadt erkundest du die nächsten Tage – ausgeruht macht das deutlich mehr Spass.
Tag 1 – Einziehen und orientieren
Nimm dir den ersten Tag Zeit für dein neues Zuhause: Zimmer einräumen, Gemeinschaftsräume anschauen, herausfinden, wo Waschmaschine, Keller und Müllsammelstelle sind. In einer WG lohnt es sich, früh die Grundregeln zu klären – Putzplan, Ruhezeiten, gemeinsame Vorräte. Das erspart Missverständnisse und macht den Start für alle angenehmer.
Erkunde danach dein Quartier zu Fuss: der nächste Supermarkt, die nächste Tramhaltestelle, eine Bäckerei, ein Café. Zürich ist kompakt – die meisten Alltagswege sind kurz.
Tag 2 – Die Mitbewohner kennenlernen
Der grösste Vorteil einer WG gegenüber Hotel oder leerer Wohnung: Du bist vom ersten Tag an nicht allein. Mitbewohnerinnen und Mitbewohner, die schon länger in Zürich leben, sind die beste Quelle für Alltagswissen – welche Supermärkte wann offen sind, wie das Abfallsystem funktioniert, wo man am Limmatufer am besten sitzt.
In internationalen Shared-Living-Häusern ist Englisch meist die gemeinsame Sprache, und ein gemeinsames Abendessen ist der einfachste Weg, das Eis zu brechen. Schlag es einfach selbst vor – fast immer sagt jemand zu.
Tag 3 – Anmeldung beim Kreisbüro
Innerhalb von 14 Tagen nach Einzug musst du dich beim Kreisbüro deines Stadtkreises anmelden – das ist Pflicht und gleichzeitig die Grundlage für vieles Weitere (Aufenthaltsbewilligung, Krankenkasse, Bankkonto). Mitbringen musst du in der Regel Pass oder ID, Arbeitsvertrag, Mietvertrag bzw. Wohnsitzbestätigung und ein Passfoto.
Wohnst du in einem WG-Zimmer von FeelAtHomeNow, ist die offizielle Anmeldung an jeder Adresse möglich – die Wohnsitzbestätigung dafür wird dir ausgestellt. Alle Details, Kosten und häufige Fehler findest du in unserem Anmeldungs-Guide für Expats.
Gut zu wissen: Auf dem Amt wird Schweizerdeutsch oder Hochdeutsch gesprochen, die meisten Mitarbeitenden helfen aber auch auf Englisch weiter. Plane etwas Wartezeit ein und nimm alle Dokumente im Original mit.
Tag 4 – ÖV und Alltagslogistik
Zürichs öffentlicher Verkehr gehört zu den besten der Welt: Tram, Bus und S-Bahn decken die ganze Stadt ab, Nachtangebote inklusive. Für den Alltag lohnt sich ein Monats- oder Jahresabo für die Stadtzonen; wer öfter durch die Schweiz reist, prüft das Halbtax-Abo. Tickets und Abos verwaltest du am einfachsten in der SBB- oder ZVV-App.
Gleich miterledigen: TWINT einrichten (das Schweizer Mobile-Payment, das praktisch überall funktioniert), eine Schweizer SIM oder einen Mobilvertrag organisieren und – falls noch nicht geschehen – Termine für Bankkonto und Krankenkasse aufsetzen. Für die Krankenkasse hast du ab Einreise 3 Monate Zeit, sie gilt dann rückwirkend.
Tag 5 – Der erste Wocheneinkauf
Migros und Coop sind die beiden grossen Supermarktketten; dazu kommen Denner, Aldi und Lidl als günstigere Alternativen. Ein paar Eigenheiten, die du kennen solltest:
- Öffnungszeiten: Unter der Woche meist bis 20 Uhr, samstags kürzer – und sonntags sind fast alle Läden geschlossen. Ausnahmen: Shops am Hauptbahnhof, am Flughafen und an grösseren Bahnhöfen.
- Preise: Lebensmittel sind teurer als im Ausland. Eigenmarken (M-Budget, Prix Garantie) gleichen viel aus.
- An der Kasse: Es geht zügig, Einkaufstaschen kosten extra – nimm einen Rucksack oder Stoffbeutel mit.
- Recycling: PET, Glas, Alu und Karton werden getrennt gesammelt. Dein Hausflur oder deine Mitbewohner verraten dir, wie es im Haus läuft.
Tag 6 – Anschluss finden
Zürich gilt als reserviert – die internationale Community ist aber gross und sehr aktiv. Gute Anlaufstellen für die erste Woche:
- Meetup und Internations: wöchentliche Events für Neuzugezogene, vom Sprachtausch bis zum Hiking-Treff
- Sport: Lauftreffs, Badis im Sommer, Vereine – wiederkehrende Aktivitäten sind der zuverlässigste Weg zu echten Kontakten
- Deine WG: Der kürzeste Weg zu Anschluss ist das eigene Wohnzimmer. Ein gemeinsamer Kochabend in der ersten Woche wirkt mehr als zehn Networking-Events.
Such dir eine Aktivität aus, die du sowieso magst – Anschluss entsteht durch Wiederholung, nicht durch Visitenkarten.
Tag 7 – Der erste Sonntag
Der Schweizer Sonntag ist ruhig: Läden zu, Stadt entspannt, Wäsche aufhängen im Innenhof ist vielerorts verpönt. Genau das macht ihn zum besten Tag der Woche, um Zürich kennenzulernen – die Stadt gehört dann den Spaziergängern.
Klassiker für den ersten Sonntag: der Üetliberg (Zürichs Hausberg, zu Fuss oder mit der S10 erreichbar, oben wartet ein Panorama von See bis Alpen), ein Spaziergang am Seeufer oder ein Kaffee am Limmatquai. Pack ein Picknick ein – und plane nichts weiter.
Fazit: Die erste Woche ist machbar
Anmeldung, ÖV-Abo, TWINT, Wocheneinkauf, erste Bekanntschaften – auf dem Papier klingt das nach viel, in der Praxis ist es gut in einer Woche zu schaffen. Am meisten hilft ein Zuhause, das ab Tag eins funktioniert: Ein möbliertes WG-Zimmer in Zürich nimmt dir Möbelkauf, Internet-Anschluss und Nebenkosten-Administration ab – und liefert mit den Mitbewohnern gleich die ersten Kontakte mit.
So bleibt deine Energie für das, worum es in der ersten Woche wirklich geht: ankommen.